Die Chroniken anderer Welten
Die Romane von Christel Scheja
Katzenspuren
(Heyne 06/6007, ISBN 3-453-08682-1, 255 Seiten erschienen 1995, im Handel bis mindestens 2003)

ist ein spannender, abenteuerlicher und humorvoller Fantasy-Roman in orientalischen Ambiente. Er entführt den Leser in das südliche Aventurien, in die Tulamidenlande nach Rashdul im Jahre 15 nach Hal.

Die Diebin Djamilla Azila und der Stadtwachenkommandant Ilnamar ay Shorn, die eigentlich erbitterte Feinde sind, haben beide sehr persönliche Gründe gegen den geheimnisvollen Orden der Dashinim zu arbeiten, der mit dem "Katzenblut" ein mächtiges, magisches und der Göttin Rondra geweihtes Artefakt an sich bringen will.
Während die beiden sich zusammenraufen und alten Vorurteile vergessen müssen, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn auch Koshul, ein Dashinim ist auf der Suche nach den Teilen des Artefaktes, die ihn in alte Gräber und die Unterwelt Rashduls führen.

Das klingt nicht gerade neu, aber ich habe versucht, eine für den Leser mitreißende Geschichte zu gestalten und auch Charaktere zu schaffen, mit denen er lachen und leiden kann. Ilnamar und Djamilla bleiben ein Liebespaar, wie man es nur selten findet - und vor allem stehen sie fernab jeden Klischees. Mit Koshul werden auch die Gründe und Wünsche der anderen Seite offenbar, und so spannend wie der Roman beginnt, endet er auch wieder.

Wer neugierig geworden ist, findet mehr auf den folgenden Seiten:

  - "Ein Auszug aus Katzenspuren": Djamilla und ihr Stellvertreter führen ein Duell in der Unterwelt Rashduls
  - "Die Geheimnisse Djamilla Azilas": Was nicht in Katzenspuren steht und doch ihre Geschichte ist...
 

Aktueller Nachtrag:

Durch das Erscheinen der Spielhilfe "Land der ersten Sonne" ist Djamilla nun auch offizielle DSA-Meisterfigur geworden, was sie vorher noch nicht war. Das von Caryad gezeichnete Bild und die dort veröffentlichte Beschreibung folgen in Kürze hier.
 

Das magische Erbe
(Heyne 06/6039 ISBN 3-453-14944-0, 365 Seiten, erschienen 1999 im Handel bis mindestens 2003)

ist viel düsterer und ausgefeilter (da um ca. 100 Seiten länger) und spielt in einem keltisch-mittelalterlichen Umfeld.

Die Bardin Merydwen und der junge Waffenknecht Lughaid, die eine mit einem schweren Trauma belastet, der andere von großen Träumen beseelt, ahnen nicht, dass sie die Wiedergeburten eines Pärchens sind, das vor fast tausend Jahren für den Niedergang und die Bannung des Feenfürsten Elathalion mitverantwortlich war. Dieser ist nun freigekommen und hat besitz von einem zaubermächtigen Halbelf ergriffen.
Die Dritte im Bunde, Rhuna, hat in der Anderswelt überlebt und muss die beiden nun finden und warnen. So zumindest trägt es ihr die Holde Lyret auf, die sie bis dahin beschützt hat. Das wird der Magierin durch die Veränderung ihres Körpers (sie wird von einer Mittdreißigerin zu einer alten Frau) und der wirklichen Welt nicht gerade einfach gemacht, zumal die Bardin auch noch eines Mordes bezichtigt und von einem Burgherrn gejagt wird. Auf der Flucht erwacht die Vergangenheit für Merydwen und Lughaid und wird zu einer realen Gefahr, der sie sich stellen müssen, um nicht den Untergang ihrer Heimat und ihrer Freunde herauf zu beschwören.

In diesem Roman habe ich mich sehr auf die Charaktere konzentriert und die Geschichte anhand ihrer eigenen Entwicklung aufgebaut. Nichtsdestoweniger ist die Handlung spannend und komplex und bietet auch denjenigen, die mehr Action und Humor lieben, genug Momente während der Verfolgungsjagden oder den Bemühungen der Magierin, nicht in all zu viele Fettnäpfchen zu treten.

Wer mehr erfahren will, findet das hier:

  - "Ein Auszug aus Das magische Erbe": Wie Merydwen, Lughaid und Rhuna in die Geschichte treten...
  - "Was es noch zu berichten gab": und nicht mehr im Roman steht...

 


Zu beiden Romanen kann ich feststellen, dass sie sehr bewusst so geschrieben sind, dass Kenner und Liebhaber des "Schwarzen Auges" sich wirklich in Aventurien wiederfinden, aber auch so, dass jemand, der weder Rollenspiel noch Welt kennt, sich ohne Probleme dort einfinden wird und den Roman genießen kann, wie mir Bekannte, die mit DSA nicht vertraut sind, bestätigt haben.
Neben diesen beiden Romanen sind noch drei Kurzgeschichten in den DSA Anthologien erschienen:

„Die Diebe von Rashdul“
in „Mond über Phexcaer“ hrsg. von Ulrich Kiesow, 1990, Fantasy Productions ISBN 3-89064-509-7
in „Der Göttergleiche“ hrsg. von Ulrich Kiesow, 1995, Heyne-Verlag ISBN 3-453-09494-8

Ein reicher Kaufherr möchte nicht, daß seine Juwelen entwendet werden, und bittet den jungen Kommandanten der Stadtwache um Hilfe, der nur darauf brennt, Djamilla Azila zu fangen, die junge freche Diebin mit dem brandroten Haar, die ihm nicht nur in einer Hinsicht das Leben schwer macht. Doch das Mädchen ist nicht umsonst die Shanja der Diebe.

Durch diese Erzählung wurde auch die Eshila, die Shanja von Rashdul zum Teil der offiziellen Geschichte von DSA. Diese Figur zusammen mit ihrem Onkel stammt eigentlich von mir.
 
 

„Ratte“
in „Von Monstern und Menschen“ hrsg. von Ina Kramer, 1998, Heyne-Verlag ISBN 3-453-13358-7

Irgendwo im Mittelreich. In einer heruntergekommenen Herberge am Wegesrand kehren eine Edeldame und ihr Begleiter ein. In den folgenden Tagen geschehen seltsame Dinge. Nicht nur, daß sich die Edeldame als fluchbeladen erweist - ihr Gefährte ist ein waschechter Hexer, und das schmutzige Küchenmädchen, das alle nur "Ratte" nennen mehr als sie scheint.

Bei dieser Geschichte kommt es vor allem auf das Ende an, kann ich euch verraten. Wenn ihr sie selbst lesen wollt, dann hier.
 
 

„Die unvollkommene Tänzerin“
in „Gassengeschichten“, hrsg. von Britta Herz, 2000, Heyne-Verlag, ISBN 3-453-17233-7

Ein reicher Rashduler läd zu einem Fest der Tänzerinnen um sie im Namen Rahjas zu ehren. Nur die vollkommenste Tänzerin soll einen großen Preis erhalten. Auch die blutjunge Djamilla nimmt daran teil, nicht ahnend, um was es wirklich geht.

Eine Geschichte aus der Zeit, in der Djamilla noch keine Diebin ist.
 
 
 

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